Krieg und Frieden

Einen Samstagsgruß zu euch,
habt ihr auch wieder Schnee!?
Der April macht, was er will. Ich mag den April.

Heute mag ich einen mich an vielen, nicht an allen Stellen, sehr abholender Beitrag zur aktuellen Weltsituation von Matthias Saleem Riek teilen (sein Buch „Leben, Lieben und Nicht Wissen“ hat mich sehr berührt):

„Absolut gesetzte Neutralität oder ‚Gleichgültigkeit‘ im wörtlichen Sinne, so als sei die gleiche Gültigkeit aller möglichen Positionen der Weg zum Frieden, birgt eine große Gefahr. Sie baut auf einem Missverständnis auf, dem gerade in der spirituellen Szene viele Menschen aufsitzen: Der Raum ‚Jenseits von richtig und falsch‘ entstehe durch einen Verzicht auf die Kategorien richtig und falsch. Dieser Verzicht bedeutet aber nichts anderes, als dass wir unseren moralischen Kompass aufgeben. Wir kommen manchmal nicht umhin, Position zu beziehen. Tun wir das nicht, tun wir es eben doch, nur dass wir uns dabei selbst noch einreden können, wir täten es nicht. Das ist weder heilig noch spirituell fortgeschritten, sondern manchmal nichts weiter als egoistisch oder feige. Und ja, manchmal beobachte ich das auch bei mir selbst.
(…)
Die Wurzeln von Krieg und Gewalt reichen viel tiefer. Sie finden sich sowohl in jedem von uns, vor allem in unserer zeitweiligen Unfähigkeit, Verletzungen, Schmerz und Verlust heilsam zu verarbeiten. Sie finden sich auch kollektiv, in einer Welt, in der ein zerstörerischer sich liberal gebender Kapitalismus (unsere vermeintlich friedliche Normalität) uns mehr und mehr unserer Lebengrundlagen beraubt.“