Privilegbewusstsein 2

Guten Morgen.
Heute möchte ich noch mal einen – wie ich finde – echt ansprechenden, zusammenfassenden Blogbeitrag zum Thema Privilegien (mit der ganz spannenden und erhellenden Erfahrung des „Walk of Privilege“) teilen, einfach weil mich das Thema wirklich fast rund um die Uhr begleitet. Gerade jetzt, wo mal wieder eine Kriegs- und Konfliktsituation so sichtbar wird, mache ich mir jeden Tag sehr deutlich bewusst und erinnere mich immer wieder daran, nie zu vergessen, wie gut ich es habe – aus Zufall, weil ich an einem bestimmten Ort der Erde geboren wurde, eine bestimmte Hautfarbe habe, in eine finanziell gut ausgestattete Familie hineingeboren wurde, Bildung erfahren habe etc. Und dass ich diese Privilegien nutzen möchte – statt es mir darin bequem zu machen -, um aufzusprechen für die, die es nicht können, und um die Welt ein bisschen umzugestalten, wo andere nur mit Überleben beschäftigt sein müssen. Und das klingt vielleicht nach „moralischem Zeigefinger“ – nein, so möchte ich das nicht verstanden wissen. Ich möchte einfach Dinge sichtbar machen.
https://www.niemblog.de/bewusstsein-fuer-privileg/

„Wenn ich von Privileg-Bewusstsein spreche, dann ist mir wichtig, anzuerkennen, dass es für manche Personengruppen einfacher und für andere schwerer ist, dasselbe Ziel zu erreichen. Das kann sein: einen Job zu finden, gut versorgt zu sein oder sich einfach nur sicher zu fühlen. Das Fiese daran ist, dass ein Privileg nicht wirklich sichtbar ist, denn es ist, wenn du privilegiert bist, der Normalzustand. (…) Der erste Schritt ist also: sich bewusst werden, dass Privilegien existieren, und die eigenen Privilegien akzeptieren.“