Wie kraftvoll diese ganzen Vorstellungen sind, was ich „zu tun“ und „zu leisten“ habe …

„Ich frage mich, warum ich immer noch dazu neige, über mein Bedürfnis nach Ruhe hinweg zu arbeiten. (…) Ich hadere mit den Außen- und Innenerwartungen an meine Produktivität und Effizienz. Ich kämpfe mit Vorstellungen von Perfektion und Tatkraft, denen ich entsprechen soll. Das sind Impulse und Ideen, die in die Wirtschaftswunderzeit der 50er passen – die Mehrheit strebt aufwärts, ist hungrig nach Wachstum und Fülle, die meisten glauben genau zu wissen, was sie tun sollen, und dabei so richtig in sich hinein fühlen wollen (und können) sie nicht. Wir leben seitdem in einer Gesellschaft, die Arbeit glorifiziert, die Ergebnisse und Disziplin verherrlicht, die uns einredet, dass etwas besonders viel wert ist, wenn es uns schwer gefallen ist, die immerzu auf einen ungewissen Punkt hinstrebt, an dem wieder alles gut ist oder endlich alles perfekt.“
(Ricarda in ihrem tollen aktuellen Rundbrief von www.diegutewebseite.de)

Ich atme AUS gerade …!
Es reicht.

Ich faste für eine Woche.
Ich habe fast alle Termine in den nächsten Wochen abgesagt.
Ich nehme gerade keine neuen Termine an.
Ich bin morgens mindestens eine Stunde ohne Handy/Bildschirm/Technik.
Ich gehe jeden Morgen eine 4km-Speed-Runde spazieren.
Ich nehme mir endlich wieder Zeit zum Lesen.
Ich liege oft auf meiner Akkupressurmatte.
Ich schüttle mich (Ilan Stephani ist toll).
Ich mache Rückenübungen.
Ich beobachte meine innere Nervosität.
Die kleine Anspannung, die sofort hochploppt, wenn ich „nichts zu tun“ habe.
Was fange ich denn bloß mit mir an, wenn ich nichts geplant habe!?
Und was liegt darunter, was ich durch „Beschäftigt-Sein“ wegdrücke?

Ich möchte wieder Raum zum Atmen und Lauschen, in dem Dinge sich entfalten dürfen, wie sie gerade sein wollen. Und keine supervollen Terminkalender und To-Do-Listen die – selbst wenn das alles tolle Dinge sind, die da drinstehen – mich latent pushen.

Was ist das eigentlich für ein krasser Glaubenssatz, dass wir immer produktiv sein müssen? Und wie tief stecken eigentlich diese ganzen Vorstellungen in uns drin, was wir „zu tun haben“ – und ob wir überhaupt loslassen dürfen …!? Uff.

Passt auf euch auf. Lasst euch nicht auffressen. Das geht SO schnell. Nein, das ist der Normalzustand.
Spuckt euch selbst wieder aus. Es ist das Beste, was wir für uns und alles Leben tun können. Davon bin ich überzeugt.

Atmen.

Liebe,
Janne

Eine meiner Visualisierungs- Wandelbar-Pinnwände sieht aktuell so aus.